Salz – einst ein Zahlungsmittel….

Schon früh war Salz ein äußerst begehrtes Gewürz, dessen Wichtigkeit daran zu erkennen ist, dass es einen eigenen Geschmackssinn „salzig“ gibt. Und Salz ist ein echter Allrounder: Nicht nur zum Konservieren von Fleisch wird das sogenannte Pökelsalz genutzt, auch zum Würzen einer Vielzahl von Speisen sowie zum Schutz wichtiger Inhaltsstoffe im Gemüse wird unser Speisesalz verwendet.

Doch warum ist Salz eigentlich so bedeutend bei der Nahrungsmittelzubereitung und wie wichtig ist Salz für den menschlichen Körper?

Durch das Zuführen einer gewissen Menge Kochsalz wird die Löslichkeit organischer Würzstoffe verringert, sodass diese geschmacksintensiv bleiben. Wird nicht gesalzen, schmecken zubereitete Speisen oft fad. Eine Prise Salz als Backzutat stabilisiert die in Mehl vorhandene Stärke. Gekochtes Gemüse wird gesalzen, damit das Salz die Zellwände aufschließen kann und somit die Kochzeit verkürzt wird. Dies führt dazu, dass wichtige Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

In sehr vielen Speisen (besonders in Fertiggerichten) ist Salz enthalten. So wird Speisesalz bei der Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren sowie von Käse und Brot verwendet. Auf Verpackungen wird der Salzgehalt in Salz-Äquivalenten angegeben: Statt „2,5 Gramm Salz“ liest der Kunde „1 Gramm Natrium“. Der Löwenanteil an Salz wird durch verarbeitete Lebensmittel aufgenommen, verhältnismäßig wenig durch Nachwürzen.

Der menschliche Körper enthält etwa 150 bis 300 Gramm Speisesalz. Durch Ausscheidungen und Schweiß braucht er täglich etwa drei bis sechs Gramm Salzzufuhr, um die Verluste ausgleichen zu können; im Krankheitsfall und bei starken körperlichen Aktivitäten selbstverständlich mehr.

 

In unserer heutigen Gesellschaft wird Salz häufig überdosiert. Besonders durch Fertiggerichte und Fast Food nimmt der Mensch oft deutlich mehr Salz zu sich als der Körper benötigt. So ist beispielsweise der Bluthochdruck als eine Ursache erhöhten Salzkonsums zu sehen. Wer zu erhöhtem Blutdruck neigt, sollte auf eine gesündere Ernährung (Verzicht auf Fast Food oder Fertiggerichte) und einen bewussten Umgang mit Salz bei der Nahrungsmittelzubereitung achten.

Die Lebensmittelindustrie verwendet leider nur raffiniertes Salz, d.h. dass alles Schädliche herausgefiltert wird, aber leider auch alles Positive – es ist ein totes Salz. Statt normales Speisesalz zu verwenden könnte zum Beispiel auf gesünderes Meersalz umgestiegen werden.

Allerdings darf auch nicht gänzlich auf Salz verzichtet werden. Ein dauerhaft zu niedriger Salzkonsum stoppt jegliches Durstgefühl der Betroffenen und führt dazu, dass zu wenig getrunken wird. Dies kann zu einer Austrocknung führen. Der Körper benötigt auch ständig Salz im Körper – und zwar ein gutes Salz.

Wichtig ist, dass man mit dem Salzkonsum verantwortlich umgeht. Wenig salzen, dafür aber mit hochqualitativen Salz. Man kann auch hervorragend mit Kräuter oder Algen würzen.

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Bernadette Teuschl